Lisas Seelenpost
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8. März 2026 · von Lisa

Die Kraft der Wurzeln

Kaum zu glauben, aber gerade jetzt ist die beste Zeit um nach Wurzeln von Wildkräutern Ausschau zu halten, da sich jetzt darin die gesamte Energie der Pflanze speichert.

Wer sich bereits länger mit dem Sammeln und Verwerten von wilden Kräutern beschäftigt, der weiß natürlich, wo diese wachsen, und erkennt sie an ihren Blättern. Das ist hilfreich dabei, wenn man im Herbst nach ihren Wurzeln sucht.

Anders wie im Sommer, wo es wichtig ist, die Kräuter bei trockenem Wetter zu sammeln, ist das oft nasskalte Novemberwetter überhaupt nicht störend. Mit der richtigen Kleidung kann es sogar Spaß machen, sich auf die Suche nach Wurzeln zu begeben. Auf jeden Fall besser, als nur auf der Couch vor dem Fernseher zu hocken und Trübsal zu blasen.

Wer noch kein fundiertes Wissen über Wildkräuter hat – wo sie wachsen, wann man sie sammeln kann und was damit alles bewirkt werden kann –, der folgt mir einfach durchs Jahr und liest meinen Blog. Aber jetzt zu einigen der wichtigen Kräuter, bzw. deren Wurzeln.

Löwenzahn

Wer kennt ihn nicht, den braven Helfer, der von vielen die „Garteln“ oft nur als lästiges Unkraut bezeichnet wird. Gerade einmal die Blätter sind bei einigen Haustieren, wie dem Häschen oder Meerschweinchen, beliebt.

Aber wir Kräuterhexen wissen, was alles Gute in dem Kraut steckt. Und auch in der Wurzel, um die es heute geht.

In der Kräuterküche ist sie in Wildkräuter-Salaten zu finden, kann gerne frisch auch roh verzehrt werden oder gekocht als Beilage zu verschiedenen Gerichten serviert werden.

Viel interessanter ist aber die Verwendung für die Herstellung einer Tinktur. Dafür braucht man frische Wurzeln, die am besten früh morgens oder abends ausgegraben werden, da sie so wenig wie möglich mit Tageslicht in Berührung kommen sollten. Am besten lässt man sie über Nacht ruhen, reinigt sie von der Erde und schneidet die Wurzeln in kleine Scheibchen.

Die Tinktur

In ein sauberes Schraubglas (die Größenordnung eines Marmelade- oder Gurkenglases) füllst du zwei Drittel der gesäuberten und geschnittenen Löwenzahnwurzel ein. Darüber gießt du hochprozentigen Alkohol (80%-iger Korn eignet sich ganz gut und findet auch in der Arbeit mit ätherischen Ölen oft Verwendung). Der Wurzelinhalt sollte gut bedeckt mit der Flüssigkeit sein.

Ein Etikett, auf dem du das Datum und den Inhalt vermerkst, ist sehr hilfreich – vor allem, wenn du unterschiedliche Wässerchen, Tinkturen oder Ähnliches ansetzt. Dann lässt du das verschlossene Behältnis ungefähr zwei bis sechs Wochen an einem dunklen Ort stehen, damit sich die Kraft der Wurzel richtig entfalten kann.

Danach wird die Flüssigkeit durch einen Filter (Kaffeefilter oder sauberes Leinen) abgeseiht und am besten in ein Fläschchen aus dunklem Glas gefüllt (es gibt diese in braun, grün, blau oder manchmal sogar violett – was es damit auf sich hat, werde ich bei einem anderen Thema erklären), wo es gut bis zu einem Jahr aufbewahrt werden kann.

Aber ganz ehrlich, wahrscheinlich wird der Inhalt schon viel früher aufgebraucht sein – vor allem, wenn ihr jetzt erfahrt, wofür diese Tinktur alles hilft.

Anwendung

In den Wurzeln des Löwenzahns sind Bitterstoffe enthalten, die den ganzen Magen-Darm-Trakt stärken und die Verdauung verbessern. Eine Viertelstunde vor dem Essen sollten 5–20 Tropfen bereits ausreichen.

Auch die Leber mag gerne bitter, wie man weiß, und so unterstützt die Tinktur sie bei ihrer Arbeit, den Körper zu entgiften.

Eine Blutzuckerstabilisierung ist ebenso nicht unbedeutend, und bei Problemen mit dem Cholesterinwert kann die Löwenzahntinktur hilfreich gegenwirken.

Natürlich darf hier wieder der Warnhinweis nicht fehlen: Bei bestehenden Krankheiten ist natürlich ein Arzt zu konsultieren, und es gibt auch einige Beschwerden, bei denen man von der Tinktur Abstand nehmen sollte – zum Beispiel bei chronischen Leberleiden, Gallensteinen, Hepatitis oder Diabetes. Ebenso gilt Vorsicht bei Schwangeren und Kleinkindern. Das hat allerdings hauptsächlich damit zu tun, dass hochprozentiger Alkohol beigegeben ist.

Hoffentlich war heute etwas für euch dabei, und ich freue mich schon auf die Fortsetzung mit der nächsten Wurzel. Wer Fragen hat: Ihr erreicht mich über meine Website, und ich freue mich, wenn ihr mir auf meinen Social-Media-Kanälen folgt.

Bis bald – eure Lisa

Herzlichst, Lisa