10. Dezember 2025 · von Lisa
Mein Leben mit Tarotkarten
Ein kleiner Einblick in meinen Werdegang.
Heute möchte ich ein bisschen über meine eigene Geschichte schreiben. Ich werde euch erzählen, wie und wann ich damit begonnen habe, mein Leben durch die Arbeit mit Tarotkarten in neue Bahnen zu lenken und wie es mir geholfen hat, auch schwere Krisen zu durchstehen.
Denn auch die gab es – und genauso eine Zeit, in der ich meinen Geist und meinen Körper so überbelastet habe, dass ich schwer krank wurde und demzufolge in eine Depression fiel, keine Hilfe mehr annehmen wollte und auch meine geliebten Tarotkarten in einer Schublade verstauben ließ. Irgendwann, am tiefsten Punkt angelangt, griff ich doch wieder zu meinen Karten und zog mich Schritt für Schritt aus diesem tiefen dunklen Loch zurück ins Licht.
Zusätzlich half mir natürlich auch mein Wissen als Humanenergetikerin. Aber nun der Reihe nach.
Mit ungefähr zwanzig Jahren wuchs mein Interesse – neben der Liebe zur Natur und allem, was da wächst und wie man es verwerten kann – genauso an allem, was da draußen im Universum unerklärlich, magisch oder okkult war.
Meine zu dieser Zeit beste Freundin war schnell von meiner Neugierde angesteckt, und gemeinsam verbrachten wir viel Zeit in Bibliotheken und den damals angesagten Esoterik-Shops. Es gab dort unheimlich viel Neues zu entdecken: Räucherwerk, Pendel, Bücher und Anleitungen zum Umgang mit Tarot Karten sowie viele verschiedene Hilfsmittel und Ratgeber, die einen Blick in die Zukunft oder den Zugang zum geheimen Unterbewusstsein versprachen.
Ich habe wahrscheinlich alles verschlungen, was der Büchermarkt hergab – von Rückführungen über Traumdeutung, I-Ging, Tarot, Pendeln, Kerzenmagie und vielem mehr.
Dass ich nicht in die Welt der Scharlatanerie und der Jahrmarktszauberei abdriftete, war nur meiner inneren Standhaftigkeit und dem Drang zu verdanken, alles zu hinterfragen und wissenschaftliche Erklärungen für vieles zu suchen, was ich da las und kennenlernte. Das ermöglichte mir, mein Urteilsvermögen zu stärken und wirkliche Hilfsmittel von falschen Propheten zu unterscheiden. Eines davon, mit dem ich mich in den darauffolgenden Jahren hauptsächlich beschäftigen sollte, war das Tarot Deck.
Denn ich entdeckte das wahre Potenzial der Karten und wie ich damit umgehen sollte, um damit Zugang zu meinem Unterbewusstsein zu erlangen – was mir dabei half, selbstbewusster und freudiger durchs Leben zu gehen.
Viele Jahre, drei Beziehungen und zwei Kinder später war ich eine der ersten, die eine Tarot-Hotline gewerblich betrieb. Meine Freundin war durch meinen Rat und Drängen bereits ein Jahr früher damit in die Selbständigkeit gegangen, und lange Zeit waren wir beide die Einzigen, die diese Dienste anboten.
Natürlich war ich auch weiter persönlich für meine Kunden da, denn im Unterschied zu meiner Freundin habe ich damals bereits im Bereich Humanenergetik gearbeitet. Mein Leben verlief, wie ich es mir gewünscht und erarbeitet hatte – allerdings wurde ich mit der Zeit auch unachtsam.
Es ist ein wunderschönes Gefühl, anderen Menschen dabei zu helfen, ihren Weg zu finden, gemeinsam Blockaden zu lösen, für Wohlbefinden und Entspannung zu sorgen, jeden dabei zu unterstützen, zu emotionaler Stärke zu finden und achtsam mit sich und seinem Umfeld umzugehen.
Dankbarkeit und die Freude in den Augen der Menschen zu sehen, die man auf ihren Wegen begleitet, ist ein wundervolles Gefühl – und es kann süchtig machen. Noch dazu, wenn man wie ich ein überaus starkes Helfer-Gen in sich trägt. Bald war ich nur noch für andere da, arbeitete mehr als 14 Stunden am Tag und manchmal auch noch am Wochenende. Dazu durfte natürlich die eigene Familie nicht zu kurz kommen. Mein eigenes Wohlbefinden blieb auf der Strecke. Ich arbeitete zwar mit all diesen Hilfsmitteln, doch für mich selbst setzte ich sie schon lange nicht mehr ein.
Nach drei Jahren ohne Pause war dann endgültig Schluss. Ich wurde krank, überging alle Symptome und landete im Spital – und es dauerte über ein Jahr, bis ich wieder auf den Beinen war.
Wer selbständig ist, der weiß, was das bedeutet. Am Ende waren Haus, Büro und Firma weg, und ich musste ganz von vorne anfangen, ohne Hilfe von Familie und Freunden. Da kam die Depression – schleichend langsam, aber dafür blieb sie für länger. In dieser Phase war ich für nichts bereit, auch nicht dafür, Hilfe anzunehmen, die mich vielleicht früher aus diesem selbstgemachten Gefängnis befreit hätte.
Erst als ich nach einer Nacht, in der ich endlich einmal keinen Albtraum durchlebte, sondern erstmals mit einem ganz kurzen Gefühl der Leichtigkeit erwachte, griff ich zu meinem mittlerweile verstaubten Tarot Deck.
Wie ein Anfänger begann ich, nur über meine Tageskarte zu meditieren. Es war sehr schwer, mich darauf zu konzentrieren und durch diese dicken Nebelwände zu meinem Unterbewusstsein vorzudringen – aber irgendwann begann es, leichter zu werden. Ich steigerte meine Übungen und nutzte langsam, aber sicher auch mein Wissen aus dem Umgang mit Düften, Kräutern, Ölen, Bachblüten und Teeaufgüssen sowie noch einigen anderen Hilfsmitteln.
Es dauerte – für meine Begriffe viel zu lange –, bis ich wieder auf die Beine kam und es mir gelang, nach vorne zu schauen.
Seither habe ich einige Diplomausbildungen absolviert sowie Seminare und Kurse besucht. Nicht allein, um mich weiterzubilden, sondern auch, um meine eigenen Blockaden und alten Muster aufzulösen, mich emotional zu stärken und die innere Balance wiederzufinden.
Natürlich gebe ich es gerne wieder an meine Klienten weiter – allerdings bleibe ich dabei jetzt immer fokussiert und nehme mir genug Zeit für mich.
Dazu gehört wieder das tägliche Meditieren über meine Tageskarte.
Lisa